Nach einer beschwerlichen Zugfahrt in der vierten Klasse und einer stundenlangen Kletterfahrt mit dem Toytrain bin ich endlich in Shimla angekommen. Dabei bin ich gerade auf 2500 Meter ueber Normal Null. Fuer die Inder ist es aber immer noch eine hueglige Gegend. Naja, ich freue mich im Hochgebirge zu sein. Von meinem Balkon kann ich schon die ersten schneebedeckten Gibfel sehen. Am Sonntag geht es weiter nach Manali, wo ein paar 6000 auf mich warten.
Und ueberall diese fantastische Luft, die so ganz anders ist als in Delhi. Man riecht Nadelbaeume, saubere Bergbaeche und sonst nix. Da moechte ich gar nicht zurueck nach Delhi. Die Leute sind hier auch ganz anders. Ich kann gar nicht glauben, dass das auch Inder sind. Keiner spuckt, keine schmeisst einfach Plastik in die Wicken. Einfach ein Traum. Wenn ich zurueck in Delhi bin, lade ich ein paar Fotos hoch. Ihr werdet sehen, wie super es hier ist.
Himalayan Smog
April 6, 2007 · Kommentar schreiben
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Ein Tag in Bagdad
März 26, 2007 · Kommentar schreiben
Ich weiss ja nun einiges ueber Geographie. Dass Bagdad aber ein Vorort von Delhi ist, war mir bisher nicht bekannt. Auch nicht dass die Amerikaner bereits abgezogen sind und die Iraker nun aussehen wie Inder.
Letzten Freitag sind wir gen Westen gefahren und haben nach einigen Stunden Fahrt die Stadtgrenze Delhis ueberschritten. Was mir da vor Augen kam, machte mich stutzig. Es sah aus, als haetten vor ein paar Tagen noch Haeuserkaempfe stattgefunden. Zerfallene Haeuser, vollkommen zerstoerte Strassen und gelegentlich glaubte ich, dass einige Waende Einschussloecher aufwiesen. Das hab ich hier in Indien noch nicht gesehen. Sind die Inder generel schon gleichgueltig gegenueber ihrer Umwelt, so waren diese Inder die gleichgueltigsten, die ich je gesehen habe. Dagegen wirken die Leute in Delhi richtig aktiv. Das war gruselig.
Aber es gibt auch gutes zu berichten. So ist in dieser Gegend eine Frau aktiv, die fast ihr ganzes Vermoegen aufgebraucht hat, um eine eigene Schule zu bauen, damit die Kinder dieser Gegend wenigsten eine geringe Chance haben. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das Erfolg haben wird. Es wird mindestens 10 Jahre dauern, bis die Leute da kapieren, wie wichtig eine gute Schulbildung fuer ihre Kinder ist. Zur Zeit koennen nur 18 % der Frauen lesen und schreiben. Dies ist einer der geringsten Werte Indien. Fuer die Maenner hab ich nun keine Zahlen, aber die duerfte auch nicht hoeher liegen. Immerhin sind die Schulbaenke der Schule halb voll, was immerhin ein Anfang ist.
Freitag war ich auch noch in einem krassen Slum, wo Deepalaya ein Heim fuer Strassenkinder hat. Das Foto auf dem die Schweine zu sehen sind, ist die direkte Nachbarschaft des Heimes. Schade, dass ich euch nicht den Gestank schicken kann. Aber seit versichert, es war kein Rosenbluetenduft.
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Sonntagsrumgehaenge
März 19, 2007 · Kommentar schreiben
Am Sonntag war fuer uns ein richtiger Wellness Tag. Wir haben bei Tobi und Johannes geschlafen, da wir am Samstag ein Brettspiel gespielt haben, welches von Johannes und einem Freund entwickelt wurde. Es hiess “Das Ende des Triumvirates” und war sehr gut. Ich gedenke, es mir zu holen, wenn ich wieder zurueck bin. Am Sonntag waren wir bei Daniela brunchen, mit allem Pipapo (Pfandkuchen, Frischer Ananas, Muesli, Ruehrei). Es fehlte eigentlich nur noch der Speck und Kaffee, aber da konnten wir drueber hinwegschauen. Danach waren wir im Schwimmbad; alleine. Der Inder an sich kann eigentlich nicht schwimmen, weshalb wir ein grosses Becken ganz fuer uns alleine hatten. Ich wurd ja als verrueckt erklaert, als ich hier mit Schwimmbrille und Badesachen aufgetaucht bin, aber jetzt hat es sich schon mehr als gelohnt. Abends gabs noch Bier bei uns auf der Dachterasse. Was will der Stefan mehr.
Morgen gehts auch wieder los. Dann gehts nach Haryana, eine Region mit mehr als 80% Analphabeten. Ich soll ein paar Projekte besuchen, ueber die ich Profile schreiben soll. Ich werde dann einige Fotos davon ins Netz stellen.
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Grosser Fehler, kleiner Inder
März 12, 2007 · Kommentar schreiben
Sachen gibts! Da hat sich folgende Situation am letzten Samstag Abend abgespielt. Normalerweise betruegen ja die Rikshafahrer die Touristen. Wir hingegen machen genau das Gegenteil. Da wir an der Metro Station Janakpuri wohnen, sich diese aber weit weg vom Stadtteil Janak Puri befindet, bekommen wir die Riksha Fahrten immer billiger, da keiner der Fahrer weiss, dass die Station nicht in Janak Puri ist und man den Preis immer vor der Fahrt aushandelt. Normalerweise nehmen die Inder das mit einem dummen Blick hin, wenn sie den Namen der Metro Station sehen und akzeptieren mit ein wenig Fluchen den geringen Lohn.
Dieses mal aber nicht. Er (der Fahrer), hat schon waehrend der Fahrt die ganze Zeit rumlamentiert, als ihm daemmerte, dass er an uns eher Verlust macht, als Gewinn. Nachdem wir ihn bezahlt hatten und uns auf den Weg nach Hause gemacht hatten, kam er ploetzlich angeschossen und versuchte einen von uns beiden anzugreifen.
Zur Situation: Er (150cm, 45 kg), Bjoern (188cm, min.85kg, blauer Gurt Karate), Ich (schicke 172 cm, 67 kg Kampfgewicht mit Wadenbeisserqualitaeten). Wen mag er wohl angegriffen haben? Genau! Natuerlich den Bjoern. Das muss man sich mal vorstellen? Da greift ein Reihenhaus das Gebaeuder der Deutschen Bank in Frankfurt an. Man muss es Bjoern sehr hoch anrechnen, dass er ihn nicht wie HULK 20m weit geworfen hat, und seine verbeulte Riksha gleich hinterher. Doch mittlerweile ist das ein recht gutes Bild fuer mich geworden, fuer die alltaegliche Selbstueberschaetzung der Inder und dass viele damit wohl wirklich irgendwann Probleme bekommen werden. Ich will mir ja nicht ausrechnen, was so ein besoffener Englaender mit dem angestellt haette. Ohh, in Aggra waren wir auch und es war recht nett.
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Zwei erste Fotos
März 7, 2007 · Kommentar schreiben
Heut nur ein kurzer Eintrag. Ich hab es geschafft, zwei Fotos von mir online zu bekommen. Schaut einfach auf den Flickr Stream fuer eine Grossansicht.
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Versteckspiel im eigenen Haus
März 5, 2007 · 1 Kommentar
Das Schlimmste ist nun ueberstanden. Gestern war Holi in Indien. Dies ist ein Fest, bei dem jeder mit Farben bemalt wird. Als Westeuropaeer war man da natuerlich eines der Hauptziele, was dazu fuehrte, dass wir schon am Freitag bemalt wurden. Und das ging das ganze Wochenende durch. Gestern fuehrte es soweit, dass ich mich nur kurz zum Wala (Indisches Restaurant) rausgewagt habe, um was zu essen zu besorgen. Ich hoffe, ich kann diese Woche ein paar Bilder hochladen. Ansonsten haben wir immer noch coole 27 Grad im Schatten und nicht eine Wolke am Himmel. Naechstes Wochenende geht es wohl nach Aggra zum Taj Mahal.
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Ein Wochenende in der Wueste
Februar 19, 2007 · 1 Kommentar
Zu Beginn muss ich sagen, dass mir trotz der Bomben nichts geschehen ist, obwohl ich gestern Nacht auch in einem Zug sass, der Richtung Dellhi tuckerte. Aber ich war nicht in Pakistan, sondern in Rajasthan, was wohl aehnlich ist. Da am Freitag ein Feiertag in Indien war, haben wir kurzerhand beschlossen in die Wueste Thar zu fahren. Das ist nur 600 Kilometer von Delhi und einfach mit dem Nachtzug zu erreichen. Wir waren denn in Jodphur und Osiyan und haben uns das wilde Rajasthan angeschaut. Wild waren aber leider nur die Bettler und die Haendler. Jodphur selber war aber super. Ich hab zwei neue Fotos. Das eine ist das Fort und das andere ein typisches Stadtbild.
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Indischer Verkehr
Februar 15, 2007 · Kommentar schreiben
Eine der Besonderheiten, die in Indien greifbar sind, ist der Strassenverkehr, der selbst die kleinsten Gassen in eine Hauptstrasse umwandelt. Es ist unglaublich, wie Motorradfahrer auf der falschen Strassenseite kleine Kinder so lange anhupen, bis sie aus dem Weg springen. Bevor ich gefahren bin, habe ich dieses Video bei youtube gefunden und es fuer ziemlich chaotisch gehalten. Aber da habe ich mich getaeuscht. Besonders die Busse sind hier gefuerchtet, die trotz einer roten Ampel, ohne zu bremsen ueber eine Kreuzung rasen. Das es dabei des oefteren zu Zusammenstoesse kommt, ist ersichtlich. Aber die Inder reagieren ganz cool. Letztens hatte mein Bus einen Unfall. Alle 200 Inder im Innenraum sind durch die Gegend gepurzelt. Ich konnte mich gerade noch festhalten (jaja, der starke Europaeer). Anstatt dass der Busfahrer anhielt oder sich jemand um die Leute kuemmerte, fuhr er einfach weiter. Er hatte halt einen Zeitplan einzuhalten. Gluecklicherweise hat sich niemand verletzt und ich konnte noch puenktlich auf der Arbeit erscheinen.
Ach uebrigens, ich war bei einem Indischen Friseur (20 Rupees, 30 EuroCent). Und jetzt ist die Matte abgeschoren.
P.S.> Laeuft doch mit Bremen. Muss man sich halt mal drueber beschweren, so dass die Jungs sich am Riemen reissen.
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Monsun
Februar 13, 2007 · 2 Kommentare
Hatte ich mich letztend ueber den Schmutz ausgelassen, folgt nun eine weitere Weltklasseleistung Delhis. Seit ein paar Tagen regnet es sehr stark. Und da wollt ich Delhi einen Sonderaward fuer Schlamm auf den Strassen verleihen. Sicherlich sind da Staedte, die da noch einiges zu bieten haben, aber Delhi kann da jede Europaeische Stadt locker uebertrumpfen.
Mir geht es immer noch ziemlich gut und ich freu mich auf weitere tolle Wochen in Indien. Denn trotz des Schmutzes, den ich langsam nicht mehr sehe, ist das Leben hier doch recht angenehm. Schoene Gruesse in die Heimat.
P.S.> Was macht Werder denn da? Jaja, kaum ist der Bremer Jung aus dem Land, laeuft es nicht mehr so.
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Schmutz
Februar 7, 2007 · Kommentar schreiben
Unter den 10 schmutzigsten Staedten weltweit taucht Delhi nicht auf. Erschreckend! Ich vermag nicht zu erahnen, wie das Leben in diesen Staedten ist. Es muss wahrlich bis zum Himmel stinken. Neulich waren wir hier in einem Slum. Die Luft war so beissend, dass an normales Atmen nicht zu denken war. Selbst mit einem Taschentuch vorm Mund, war es fast unertraeglich.
Seltsam das Menschen so leben koennen. Auf den Strassen waren ueberall Kuehe, Hunde, Schweine, die sich alle in der Guelle gesuhlt haben. Dazwischen war ein Markt, der Essen verkauft hat. Natuerlich haben wir nichts gekauft.
Ansonsten geht es mir gut und ich gewoehne mich an das Leben hier. Schoene Gruesse in die Heimat.
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